Jetzt Patientenverfügung generieren

FAQ

Was ist eine Patientenverfügung?

Gemäss Zivilgesetzbuch kann eine urteilsfähige Person in einer Patientenverfügung festlegen, welchen medizinischen Massnahmen sie im Fall ihrer Urteilsunfähigkeit (z.B. bei Bewusstlosigkeit)  zustimmt oder nicht zustimmt. Sie kann auch eine natürliche Person bezeichnen, die im Fall ihrer Urteilsunfähigkeit mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt die medizinischen Massnahmen besprechen und in ihrem Namen entscheiden soll. Sie kann dieser Person Weisungen erteilen. Sie kann für den Fall, dass die bezeichnete Person für die Aufgaben nicht geeignet ist, den Auftrag nicht annimmt oder ihn kündigt, Ersatzverfügungen treffen.

Die Verfügung ist schriftlich zu errichten, zu datieren und zu unterzeichnen, damit sie gültig ist. Wer eine Verfügung errichtet hat, kann diese Tatsache und den Hinterlegungsort auf der Versichertenkarte der Krankenkasse eintragen lassen.

Eintritt der Urteilsunfähigkeit

Ist die Patientin oder der Patient urteilsunfähig und ist nicht bekannt, ob eine Patientenverfügung vorliegt, so klärt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt dies anhand der Versichertenkarte ab. Vorbehalten bleiben dringliche Fälle.

Die Ärztin oder der Arzt entspricht der Verfügung, ausser wenn diese gegen gesetzliche Vorschriften verstösst oder wenn begründete Zweifel bestehen, dass sie auf freiem Willen beruht oder noch dem mutmasslichen Willen der Patientin oder des Patienten entspricht. Die Ärztin oder der Arzt hält im Patientendossier fest, aus welchen Gründen der Patientenverfügung nicht entsprochen wird.

Wann schreitet die Erwachsenenschutzbehörde ein?

Jede der Patientin oder dem Patienten nahestehende Person kann schriftlich die Erwachsenenschutzbehörde anrufen und geltend machen, dass der Verfügung nicht entsprochen wird, die Interessen der urteilsunfähigen Person gefährdet bzw. nicht mehr gewahrt sind oder die Verfügung nicht auf freiem Willen beruht.


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